Konzept Kinderkrippe

Vorstellung der Räumlichkeiten

 

Der Krippenbereich besteht aus zwei Gruppenräumen, zwei Schlafräumen und einem Wickelraum.

Der vorhandene Turnraum wird 1x wöchentlich genutzt

Ein von den Kindergartenkindern getrenntes Außenspielgelände steht immer zur Verfügung.

Gruppengröße und Alter der Kinder

Die Kinderkrippe besteht aus zwei Gruppen in denen insgesamt 24 Plätze vergeben werden können. In jeder Gruppe können Kinder im Alter von 10 Monaten bis zu drei Jahren aufgenommen werden.

 

Personal

 

In den Krippengruppen arbeiten in der Regel vier Pädagogen (Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen oder Praktikanten)

 

Anmeldung

 

Die Aufnahme in die Kinderkrippe erfolgt ganzjährig. Sobald ein Platz frei wird, vergeben wir Ihn gerne. Für Kinder, die nicht sofort einen Platz erhalten führen wir eine Vormerkliste.

Bei telefonischer Anfrage nehmen wir einige Daten auf und vereinbaren einen ersten Termin zum Kennen Lernen. Dieser Termin gibt den interessierten Eltern und Kindern die Gelegenheit sich die Räumlichkeiten der Krippe in Ruhe anzuschauen, einen ersten Eindruck zu erhalten und sich vor Ort ausführlich zu informieren.

 

Regelung im Krankheitsfall

 

Kinder, die an einer ansteckenden Krankheit erkrankt sind oder Fieber haben, werden in unserer Einrichtung nicht betreut. Kinder mit Fieber oder Durchfall müssen umgehend abgeholt werden. Kranke Kinder benötigen zum einen die Aufmerksamkeit und Fürsorge der Eltern und zum anderen muss eine Ansteckung anderer Kinder vermieden werden.

Die Eltern sind verpflichtet die Mitarbeiter im Kindergarten über Krankheiten des Kindes zu informieren. Bei Erkrankungen eines Kindes mit einer ansteckenden Krankheit muss die Einrichtung noch am selben Tag informiert werden.

 

Eingewöhnung

 

Damit sich ihr Kind in unserer Einrichtung wohl fühlen kann und in der Lage ist Vertrauen zu den Mitarbeitern in der Krippe aufzubauen, bedarf es einer Eingewöhnungszeit. Uns ist es ganz wichtig, dass sie sich für den Start in die Kinderkrippenzeit Zeit nehmen, so haben wir die Möglichkeit die Eingewöhnungszeit ganz individuell zu gestalten. Unsere Erfahrung zeigen, dass sie sich unproblematischer gestaltet, wenn kein Zeitdruck dahinter steht.

Nutzen sollten die Kinder und die Eltern diese Zeit um die Einrichtung etwas kennen zu lernen und sich mit unserem Tagesablauf, Regeln, Räumlichkeiten und Aktivitäten vertraut zu machen.

Das Krippenpersonal entscheidet gemeinsam mit den Eltern über den Verlauf der Eingewöhnung und den Zeitpunkt, an dem die Eingewöhnung abgeschlossen ist.

Bitte bedenken sie, dass auch nach einer erfolgreichen Eingewöhnungsphase Phasen der Unlust und des Fremdelns bei den Kindern auftreten können.

 

Pädagogik

 

Die Pädagogik der Kleinkindgruppe unterscheidet sich von der Pädagogik für Kindergartenkinder. Gerade Kleinstkinder haben ein Recht auf Bildung, Erziehung und Förderung. Wir sind eine familienergänzende und unterstützende Einrichtung und möchten Kleinkindern eine ganzheitliche, altersgemäße Betreuung und Förderung zukommen lassen. Die Kinder sollen sich wohl fühlen und die Eltern ihr Kind mit einem guten Gefühl in unsere Obhut geben.

Kleinkinder unter drei Jahren haben einen hohen Bedarf an Sicherheit, sowohl im emotionalen Bereich als auch in Zeit und Raum.

Diese Sicherheit wird dem Kind durch die Bindung zu einer neuen Bezugsperson innerhalb der Einrichtung gegeben. Sie wird das Tagesgeschehen in den Räumen der Krippe begleiten und mit Inhalt füllen.

Es ist wichtig, die Persönlichkeit eines jeden Kinder zu akzeptieren und zu respektieren und sehr behutsam, geduldig und mit viel Einfühlungsvermögen mit ihm umzugehen. In entspannter Atmosphäre sollen die Kinder und Mitarbeiter untereinander wertvolle Beziehungen aufbauen, sich gegenseitig annehmen und einander vertrauen.

Besonders kleine Kinder setzen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, auf die individuellen Bedürfnisse, Interessen und Rhythmen des Kindes einzugehen. Dazu ist es notwendig das einzelne Kind gut zu beobachten.

In den ersten Lebensjahren geht die Entwicklung sehr schnell vor sich, die Kinder erlernen das Essen, das Gehen, das Sprechen, sie knüpfen soziale Kontakte und entdecken ihr „Ich“. Wir unterstützen die Kinder auf diesem Weg und verstehen uns als aktive Entwicklungshelfer. Unsere Arbeit ist geprägt vom Grundsatz „Hilf mir es selbst zu tun“.

Wir sind bestrebt eine strukturierte, anregende Spiel und Materialwelt zu Verfügung zu stellen und dem Kind genügend Zeit und Raum für die Entwicklung eigener Ideen zu gewähren. Die Kinder werden unterstützt selbständig und eigenaktiv zu handeln. Wir erkennen jedes Kind in seiner Einzigartigkeit an und achten es. Wir gewähren jedem Kind die Zeit, die es braucht um sich zu finden und Erfahrungen mit dem Nehmen und Geben zu erfahren. Somit kann jedes Kind spielerisch und individuell in einer kleinen Gruppe seine Umwelt erobern, sich und andere Kinder entdecken um auf diese Weise immer mehr zu einer Persönlichkeit zu reifen.

Wichtig ist die zeitliche Strukturierung des Tages, als Grundgerüst, damit das Kind sich zu Recht findet. Dieser zeitliche Ablauf sollte jedoch stets flexibel gestaltet sein, um genug Raum zu bieten sich den Bedürfnissen der Kinder anzupassen.

 

Beispiel für den Tagesablauf

 

• 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr Frühdienstgruppe

• 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr Bringzeit

• 8.00 Uhr bis 9.30 Uhr Freispielzeit

• 9.30 Uhr gemeinsames Frühstück

• Zeit für Körperpflege

• 10.30 Uhr Angebote in Kleingruppen, wie z.B. Bastelangebote,

• Bilderbuchbetrachtungen oder Spielen im Hof, Spaziergang

• 11.45 Uhr Abschlusskreis

• 12.00 Uhr Abholung der Kinder

• Kinder, die nicht bis 12.30 Uhr abgeholt werden nehmen ein gemeinsames Mittagessen teil

• 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr ist der Kindergarten geschlossen – Mittagsruhe für alle Kinder

• Nach der Mittagsruhe können die Kinder nach Bedarf, jedoch nicht vor 14.00 Uhr, abgeholt werden.

 

„Gebt den Kindern einen Raum und last sie wachsen“

 

Die Raumaufteilung muss den Kindern als Orientierungshilfe nutzen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, den Gruppenraum in feststehende Spielbereiche zu Unterteilen. So gibt es verschiedene Bereiche z.B. Kuschelecke , Bewegungsecke, Platz zum Bauen und Spielen,

Malbereich, Spielküche und einen Essbereich.

Die Kinder bekommen ihren Freiraum um ihre innere und äußere Welt individuell wahrzunehmen und zu entdecken.

Das bedeutet, wir wollen die Kinder dazu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen und auch Umwege zuzulassen.

 

Körperpflege

 

Die Pflegemaßnahmen nehmen bei Kleinkindern einen breiten Raum ein. Sie sind wichtig für das körperliche und seelische Wohlbefinden.

Da unsere Krippe von Kindern im Alter von 10 Monaten und drei Jahren besucht wird, nimmt die Sauberkeitserziehung einen hohen Stellenwert ein. Unter Sauberkeitserziehung verstehen wir nicht nur das Wickeln und die Hinführung zum selbständigen Benutzen der Toilette, sondern auch die Körperpflege, wie z.B. das Anhalten der Kinder zum selbständigen Hände bzw. Gesicht waschen.

 

Das „Sauberwerden“

 

Wann ein Kind keine Windel mehr benötigt und das WC benutzen möchte ist ein völlig individueller Prozess. Den Beginn der Entwöhnung von der Windel in der Krippe bestimmen die Eltern in Absprache mit dem Krippenpersonal.

Die Vorstellungen und die Vorgehensweise der Eltern sind dabei maßgebend und das Krippenpersonal versucht, den Eltern und Kindern in ihren Bemühungen zu unterstützen und zu beraten.

 

Essen in der Krippe

 

In der Krippe gibt es feste Essenszeiten für das gemeinsame Frühstück und das Mittagessen. Alle Kinder und Mitarbeiter sitzen gemeinsam am Tisch, der schön gedeckt ist. Rituale, wie einen „Guten Appetit“ wünschen, ein gemeinsamer Beginn, das Einhalten der Tischregeln beim Essen sind uns wichtig.

 

Bei den Mahlzeiten sollte auf gesunde Kost geachtet werden.

Kinder die länger als 12.30 Uhr in der Krippe verweilen bieten wir ein warmes Mittagessen an.

Zum Trinken bringen sie bitte bereits gefüllte, geeignete Trinkbecher bzw. Flaschen mit.

Wir bitten sie auf süße Säfte zu verzichten.

Die Trinkgefäße werden nach bedarf vom den Mitarbeitern aufgefüllt.

Babys erhalten ihr Fläschchen in Absprache mit den Eltern. Sie, als Eltern entscheiden auch darüber ab wann ihr Baby bei uns mitisst.

Besonderheiten bei Kindern mit Allergien und Unverträglichkeiten werden besprochen und berücksichtigt.

 

Schlafen

 

Ausreichend Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung des Kindes. Das Schlafbedürfnis ist aber individuell verschieden, wobei das Alter nur ein sehr allgemeiner Anhaltspunkt ist.

Das Kind soll das Schlafen als etwas Schönes und Beruhigendes empfinden. Dies kann es nur, wenn das individuelle Schlafbedürfnis des Kindes und nicht der Tagesablauf die Schlafenszeit bestimmt.

Wann und in welcher Form das Kind eine Schlaf/Ruhephase braucht, besprechen die Eltern und Betreuer im persönlichen Gespräch.

Schläft das Kind nur noch einmal am Mittag, geben wir in eine gemeinsame Mittagsruhe nach dem Mittagessen. Jedes Kind hat einen eigenen Schlaf oder Ruheplatz, den es mit persönlichen Gegenständen wie Schnuller, Schmusetier einrichten darf.

Laken, Decken, Kissen oder Schlafsäcke bringen sie bitte von zu Hause mit.

 

Elterngespräche

 

Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

Der tägliche Austausch von Informationen während der Bringzeiten und Abholzeiten ist uns wichtig. Gerne vereinbaren wir auch einen Termin für ein umfangreicheres Elterngespräch.

Die Zufriedenheit der Eltern und insbesondere der Kinder liegt uns am Herzen.

Bei Fragen, Problemen sprechen Sie uns bitte an, wir sind bemüht eine Lösung zu finden. Selbstverständlich freuen wir uns auch über eine positive Resonanz.

 

Auf eine konstruktive Zusammenarbeit freut sich Ihr Krippenteam.

 

 

Petra Huth

Leiterin der Krippengruppen